Jusletter 12. Dezember 2005
Anzahl Artikel: 17
Steffen Wiederhold
Die geplante Richtlinie
über Dienstleistungen im Binnenmarkt, gemeinhin nach ihrem Initiator als
Bolkestein-Richtlinie bezeichnet, ist Gegenstand einer breiten öffentlichen
Diskussion geworden. Kern der Debatte ist die grundlegende Frage einer
sozialen oder neoliberalen Konzeption des Binnenmarktes, wobei diese Konzepte
zunehmend als antagonistisch verstanden bzw. dargestellt werden. Der Beitrag
beschreibt den Stand des Primärrechts und der Liberalisierung im
Dienstleistungsverkehr sowie die geplante Richtlinie und untersucht deren
rechtlichen Problemkreise.
Sprache: deutsch
Marco Bundi
Das internationale
Völkerstrafrecht wird zweifellos vom Recht des «Common Law» beherrscht. So
gibt es viele prozessuale Begriffe und Eigenarten, wie beispielsweise
«Pre-trial and Closing Briefs», «Judgement of Acquittal», «Disclosure» oder
«Interlocutory Appeals», welche den «Civil Law»-Juristen teilweise in anderen
Formen bekannt, teilweise wiederum völlig fremd sein dürften. Der folgende
Beitrag soll die Eigenart des in der Praxis überaus wichtigen Institutes der
«Disclosure» im Hinblick auf die Frage einer allfälligen Pflicht zur
Offenbarung von entlastenden Beweismitteln durch die Anklagebehörde näher
behandeln.
Sprache: deutsch
Markus Felber
Das Bundesgericht hat bei
Frühpensionierungen, die zu Beginn der neunziger Jahre im Zusammenhang mit
der Konzentration der Aktivitäten des Swissair-Konzerns auf den Flughafen
Zürich erfolgt waren, zwei wichtige Pilotentscheide gefällt. Danach müssen
Gate Gourmet Switzerland Sàrl und SR Technics Switzerland anstelle der
zahlungsunfähigen SAirGroup für die Finanzierung der Frühpensionierungen
aufkommen, bis die Betroffenen das ordentliche Rentenalter erreichen.
Sprache: deutsch
Markus Felber
Das Bundesgericht lässt 7,8
Millionen Euro und 315´000 US-Dollar, bei denen es sich möglicherweise um
italienische Schmiergelder handelt, einstweilen bei einer Bank in Lugano
blockiert.
Sprache: deutsch
Markus Felber
Eine Bewilligungspflicht
für bestimmte gefährliche Hunderassen ist zwar «nicht unbedenklich», doch ist
die Rasse auch nicht «ein zum Vornherein verfehltes und geradezu
willkürliches Abgrenzungskriterium». Das geht aus einem Urteil des
Bundesgerichts hervor, das noch vor dem tragischen Pitbull-Angriff auf ein
Kind in Oberglatt verfasst worden war.
Sprache: deutsch
Markus Felber
Gesundheitsdirektion und
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich haben einem Arzt, der an der
Universität Wien das Medizinstudium abgeschlossen hat, zu Recht untersagt,
den Titel «Dr. med.» zu führen.
Sprache: deutsch
Markus Felber
Wer auf dem Vergnügungspark
im Putsch-Auto bei einem der üblichen Zusammenstösse mit dem Mund am Lenkrad
aufschlägt und sich Zahnverletzungen zuzieht, erleidet versicherungsrechtlich
besehen keinen Unfall.
Sprache: deutsch
Markus Felber
Ein Mieter darf sich nicht
darauf verlassen, dass die im Mietvertrag vereinbarten Akontozahlungen etwa
den tatsächlich anfallenden Nebenkosten entsprechen. Das Bundesgericht hat
die Berufung eines Mieters abgewiesen, dessen Nebenkostenabrechnung über 200
Prozent der Akontozahlungen ausmachte.
Sprache: deutsch
Markus Felber
Die nun vorliegenden
schriftlichen Begründungen der beiden Urteile des Bundesgerichts im Fall
Leukerbad enthalten möglicherweise Brisanteres, als bisher angenommen wurde.
Das Bundesgericht hatte gemäss eigener Pressemitteilung den Schuldspruch für
den zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilten Otto G. Loretan «weitgehend
bestätigt».
Sprache: deutsch
Jurius
Angesichts zunehmender
Aktivitäten privater Sicherheitsfirmen hält der Bundesrat eine stärkere
Harmonisierung der kantonalen Regelungen für nötig. Zudem könnte die Schweiz
aufgrund ihrer humanitären Tradition einen sinnvollen Beitrag zur
Bekräftigung bzw. Präzisierung internationaler Vorschriften namentlich im
humanitären Völkerrecht leisten. Dies hält der Bundesrat in seinem am 2.
Dezember veröffentlichten Bericht über private Sicherheits- und Militärfirmen
fest.
Sprache: deutsch
Jurius
Das Unternehmensrecht soll
umfassend modernisiert und den wirtschaftlichen Bedürfnissen angepasst
werden. Insbesondere sollen die Corporate Governance verbessert, die
Kapitalstrukturen und das Rechnungslegungsrecht neu geregelt sowie die Regeln
über die Generalversammlung aktualisiert werden. Der Bundesrat hat zu diesem
Zweck am 2. Dezember die Vernehmlassung zur Revision des Aktien- und
Rechnungslegungsrechts eröffnet.
Sprache: deutsch
Jurius
Der Bundesrat will eine
sichere rechtliche Basis für das wachsende Trust-Geschäft schaffen. Zu diesem
Zweck hat er am 2. Dezember die Botschaft zur Ratifikation des Haager
Trust-Übereinkommens verabschiedet.
Sprache: deutsch
Jurius
Ab dem 1. Januar 2007
können gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft auf dem Zivilstandsamt
eintragen lassen. Zudem ist es Stiefeltern und Stiefkindern ab 1. Januar 2006
erlaubt, zu heiraten. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 9. Dezember
beschlossen.
Sprache: deutsch
Jurius
Der Bundesrat hat am 9.
Dezember beschlossen, das Haager Wertpapierübereinkommen zu unterzeichnen.
Damit will er einen Beitrag zur Schaffung eines modernen und sicheren
Finanzplatzes leisten. Eine Botschaft zur Ratifikation des Übereinkommens ist
in Bearbeitung.
Sprache: deutsch
Jurius
Der Bundesrat hat ein
Massnahmenpaket beschlossen, das mit drei konkreten Zielsetzungen die
Arbeitsmarktbeteiligung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhöhen
will. Zum einen soll die Sozialversicherungsgesetzgebung so angepasst werden,
dass sich Reduktionen des Beschäftigungsgrades und Funktionswechsel sowie die
Weiterführung der Erwerbstätigkeit im Rentenalter nicht nachteilig
auswirken.
Sprache: deutsch
Jurius
Die Gerichtskommission der
Vereinigten Bundesversammlung hat ein Gesuch des Bundesstrafgerichts um eine
Erhöhung der Anzahl Richterstellen gutgeheissen und will durch ein zügiges
Wahlvorbereitungsverfahren gewährleisten, dass in der Sommersession 2006 vier
zusätzliche Richterinnen und Richter nach Bellinzona gewählt werden können.
– Ferner bestimmte die Kommission fünf der im Oktober 2005 an das
Bundesverwaltungsgericht gewählten Richterinnen und Richter als
Abteilungspräsidenten.
Sprache: deutsch
Jurius
Die vorliegende
Zusammenstellung beinhaltet alle schweizerischen Bundesgesetze,
Bundesbeschlüsse, Bundesrats- und Departementsverordnungen sowie einzelne
Artikel, die im Dezember 2005 in Kraft treten. Die einzelnen Erlasse und
Änderungen können via Links direkt abgerufen werden.
Sprache: deutsch