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Jusletter 14. Januar 2008
Anzahl Artikel: 11
Zürcher Gerichte haben in den vergangenen Jahren mehrmals entschieden, dass verdeckte polizeiliche Ermittlungshandlungen in Chatrooms verdeckte Ermittlungen im Sinne des BVE darstellten und entsprechend erhobene Beweismittel bei Fehlen einer richterlichen Genehmigung nicht verwertet werden dürften. Dies führte mitunter zu prozessual begründeten Freisprüchen, obschon die Strafbarkeit nach materiellem Recht erstellt war. Die Autoren des folgenden Beitrags vertreten die Meinung, dass solch unbefriedigende Ergebnisse keineswegs zwingende Folge des geltenden Rechts sind. Sie sprechen sich gegen die Anwendbarkeit des BVE auf die fraglichen Ermittlungsmethoden aus, weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass damit nicht ohne weiteres von ihrer Zulässigkeit ausgegangen werden kann. Die Autoren sehen gesetzgeberischen Handlungsbedarf.
Sprache: deutsch, ca. 10243 Wörter
Im Entscheid RR.2007.106 vom 19. November 2007 subsumiert die II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts den Betrieb eines Mehrwertsteuerkarussells nicht unter den Tatbestand des Abgabebetrugs gemäss Art. 14 Abs. 2 VStrR, sondern unter denjenigen des gemeinrechtlichen Betrugs gemäss Art. 146 StGB und stützt sich bei dieser Abgrenzung nicht auf die Unterscheidung zwischen rein fiktiven und teils realen Geschäften.
Sprache: deutsch, ca. 1623 Wörter
Seit den späten sechziger Jahren wird eine Plattform vor der Küste Englands besetzt. Die Besetzer haben ihren eigenen Staat ausgerufen. Seit Januar 2007 wollen sie ihren Staat verkaufen. Ist diese Plattform ein Staat? Eine Entscheidungshilfe zum Kauf eines der wahrscheinlich ruhigsten und einsamsten Orte nahe der Zivilisation.
Rechtsgebiet(e): Völkerrecht
Sprache: deutsch, ca. 3582 Wörter
Die Bürgerliche Abteilung des Gemeinderats X lehnte am 13. Dezember 2005 das Einbürgerungsgesuch einer jungen, geistig behinderten Frau ab. Sie begründete ihren Entscheid mit der fehlenden wirtschaftlichen (Selbst-)Erhaltungsfähigkeit der Antragstellerin. Der Entscheid wurde in zweiter Rechtsmittelinstanz vom kantonalen Verwaltungsgericht gestützt, dies entgegen der Meinung der Rekursinstanz, welche darin eine indirekte Diskriminierung auf Grund der Behinderung der jungen Frau sah.
Sprache: deutsch, ca. 692 Wörter
BGer – Die Stadt Zürich muss dem Gesundheitspersonal Lohn nachzahlen. Das Bundesgericht hat den Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichts bestätigt. Dieses hatte im Dezember 2006 entschieden, dass die Entlöhnung bis 2002 diskriminierend war.
Sprache: deutsch, ca. 241 Wörter
BStGer – Die Bundesanwaltschaft (BA) hat mit der Offenlegung der ominösen Papiere von Oskar Holenweger gegenüber der GPK das Untersuchungsgeheimnis verletzt. Zu diesem Schluss kommt das Bundesstrafgericht. Massnahmen hält es nicht für erforderlich.
Sprache: deutsch, ca. 374 Wörter
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) ist auf die 1. Teilrevision des Heilmittelgesetzes, auf die Teilrevision BVG (Strukturreform) sowie auf das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen eingetreten. Sie lehnt die Volksinitiative «für eine vernünftige Hanfpolitik mit wirksamem Jugendschutz» ab, stimmt aber einem indirekten Gegenvorschlag zu. In der Differenzbereinigung zu der Neuordnung der Pflegefinanzierung und der Medikamentenpreisbildung hält sie an den Beschlüssen des Ständerats fest.
Sprache: deutsch, ca. 699 Wörter
Erwachsene sollen in der Schweiz straffrei kiffen dürfen. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) hat mit 7 zu 4 Stimmen im Grundsatz einen entsprechenden Gegenvorschlag zur Hanf-Initiative gutgeheissen.
Sprache: deutsch, ca. 392 Wörter
Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates (RK-S) spricht sich grundsätzlich für eine interkantonale Vereinbarung zur Weiterführung der bis 2009 geltenden Massnahmen zur Bekämpfung von Gewalttätigkeiten anlässlich von Sportveranstaltungen aus. Sie behält sich aber vor, eine Kompetenzerweiterung des Bundes anzustreben, sollte die interkantonale Lösung in den Kantonen auf Widerstand stossen und nicht zu einer einheitlichen Regelung führen.
Sprache: deutsch, ca. 263 Wörter
Die neuen Instrumente im Kampf gegen Gewalt an Sportveranstaltungen werden konsequent angewendet. Seit Inkrafttreten des revidierten Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS) auf den 1. Januar 2007 wurden schweizweit 78 Rayonverbote gegen Personen ausgesprochen, die sich anlässlich einer Sportveranstaltung gewalttätig verhalten haben. Dazu kommen 192 Stadionverbote.
Sprache: deutsch, ca. 466 Wörter
Aufgrund des tragischen Vorfalls Ende 2007 in Höngg setzte sich die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates (SiK-N) eingehend mit dem Thema Ordonnanzwaffe und Taschenmunition auseinander. Zudem hat sie sich mit der Einführung besonderer Mittel der Informationsbeschaffung im Rahmen einer BWIS-Revision befasst und eine Motion für ein vollständiges Streumunitionsverbot abgelehnt.
Sprache: deutsch, ca. 562 Wörter
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