Zitiervorschlag: Isabel Baur / Cristina Garcia Gonçalves / Marc Wohlwend, Demenz, Urteilsfähigkeit und Sterbewunsch, in: Jusletter 27. August 2018
Gemäss «Alzheimer Schweiz» sind in der Schweiz aktuell 148‘000 Personen an Demenz erkrankt. Die Demenzdiagnose stellt sowohl für die betroffenen Personen wie auch für die Angehörigen weitreichende und existenzielle Fragen in den Raum. Mit Blick auf die kontinuierliche Abnahme der Urteilsfähigkeit müssen Wünsche und Anordnungen frühzeitig in einer Patientenverfügung festgehalten werden. Dieser Beitrag rückt den Sterbewunsch von Demenzpatientinnen und -patienten in den Fokus und zeigt die Grenzen der Patientenverfügung vor dem Hintergrund des Selbstbestimmungsrechts und der strafrechtlichen Regelungen auf.
Inhaltsverzeichnis
I. Thematische Einführung
II. Demenz-Patient*innen und Urteilsfähigkeit
1. Demenz als psychische Störung
2. Urteilsfähigkeit als gesetzliche Vermutung
3. Dichotomie und Relativität der Urteilsfähigkeit
a. Relativität in zeitlicher Hinsicht
b. Relativität in sachlicher Hinsicht
4. Folgen mangelnder Urteilsfähigkeit
III. Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Sterbewunsches
1. Inanspruchnahme der Suizidbeihilfe
2. Strafrechtliche Grenzen des Sterbewunsches
3. Sterbewunsch in der Patientenverfügung
IV. Schlussfolgerungen
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