Sehr geehrte Leser*innen
Die zunehmende religiöse Vielfalt in der Arbeitswelt führt vermehrt zu Konflikten zwischen individueller Religionsausübung und betrieblichen Interessen. Der Beitrag Religion am Arbeitsplatz beleuchtet die zentralen rechtlichen Problemfelder in den drei Phasen des Arbeitsverhältnisses: in der Anbahnung, während der Dauer und nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Autor*innen Roger Rudolph, Anina Good und Silvan Moser stellen die einschlägigen verfassungs- und arbeitsrechtlichen Grundlagen dar, würdigen die relevante Rechtsprechung und zeigen mögliche Lösungen in der Praxis.
Gerichtliche Streitigkeiten über den Verlauf von Grundstücksgrenzen sind gemessen an der Anzahl der Grundstücke eher selten. Das Vermessungswerk und das Grundbuch liefern die Grundlagen für die staatlich erfassten Grenzverläufe. Unter Nachbarn treten trotzdem immer wieder Unklarheiten und Widersprüche über die Ausdehnung des Grundstücks auf. Die staatliche Dokumentation ist mangelhaft. Sie erfasst die Grundstücke nicht als Volumen, sondern nur in ihrer horizontalen Ausdehnung. Es entstehen Unklarheiten, Rechtsunsicherheiten, die zu korrigieren sind – Meinrad Huser zeigt in seinem Beitrag Bereinigung von Widersprüchen der amtlichen Vermessung Wege zur Streitbeilegung.
Demokratie ist in der Schweiz ein zentraler Wert. Während die direkte Demokratie in politischer Hinsicht als hohes Gut des «Schweizer Bürgers» angesehen wird, spiegelt sich dieses Bild an den Arbeitsplätzen, in den Betrieben nicht wider. Mitwirkung am Arbeitsplatz, wozu? Und wenn es dann unbedingt sein muss, dann aber bitte nicht über das nötige Mindestmass hinaus. Diesen Eindruck konnte man auf der zweiten Tagung für Kollektives Arbeitsrecht und Mitbestimmung (KOAMI) gewinnen. Die Referent*innen beschäftigten sich mit der rechtlichen (und der tatsächlichen) Wirkung und Umsetzung von demokratischen Rechten am Arbeitsplatz. Der Tagungsbericht von Naomi Dike und Maria Rothacher zum Thema Demokratie am Arbeitsplatz.
Der Luzerner Tag des Stockwerkeigentums unter der Leitung von Professor Dr. iur. Amédéo Wermelinger findet seit 15 Jahren im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Universität Luzern vor weit über 200 Personen statt. Der Schwerpunkt der Tagung am 25. November 2025 lag auf der praktischen Umsetzung: Welche Fragen entstehen bei der Übernahme der Stockwerksverwaltung vor und kurz nach der Fertigstellung des Gebäudes?, Welche Stolperfallen gibt es beim Zusammenspiel von Stockwerkeigentum und Miteigentum? uvm. Die Tagung und der damit verbundene Tagungsband sind Gegenstand der vorliegenden Buchbesprechung von Roland Pfäffli.
Wir wünschen eine informative und vergnügliche Lektüre!
Stephan Kilian
PS: Am 25. Februar 2026 wird im Rahmen unserer «Jusletter-Special-Collection» das Webinar «GWG-Revision: Der Paradigmenwechsel für Berater*innen kommt» durchgeführt. Abonnent*innen profitieren von einem vergünstigten Teilnahmepreis.
Abstract
Die zunehmende religiöse Vielfalt in der Arbeitswelt führt vermehrt zu Konflikten zwischen individueller Religionsausübung und betrieblichen Interessen. Der Beitrag beleuchtet die zentralen rechtlichen Problemfelder in den drei Phasen des Arbeitsverhältnisses: in der Anbahnung, während der Dauer und nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Autoren stellen die einschlägigen verfassungs- und arbeitsrechtlichen Grundlagen dar und würdigen die relevante Rechtsprechung sowie die Positionen in der Lehre.
Abstract
Gerichtliche Streitigkeiten über den Verlauf von Grenzen sind gemessen an der Anzahl der Grundstücke eher selten. Die amtliche Vermessung und das Grundbuch dokumentieren die Grenzverläufe, wie sie die Grundeigentümer bestimmt haben. Unter Nachbarn treten trotzdem immer wieder Unklarheiten über die Ausdehnung des Grundstücks auf. Die staatliche Dokumentation ist mangelhaft. Sie erfasst die Grundstücke nicht als Volumen, sondern nur in ihrer horizontalen Ausdehnung, diese dann aber doppelt. Es entstehen Unklarheiten, Rechtsunsicherheiten und regelmässig Widersprüche, die zu korrigieren sind – durch wen?
Abstract
Demokratie ist in der Schweiz ein zentraler Wert. Während die direkte Demokratie in politischer Hinsicht als hohes Gut des «Schweizer Bürgers» angesehen wird, spiegelt sich dieses Bild an den Arbeitsplätzen, in den Betrieben nicht wider. Mitwirkung am Arbeitsplatz, wozu? Und wenn es dann unbedingt sein muss, dann aber bitte nicht über das nötige Mindestmass hinaus …
Die zweite KOAMI Tagung beschäftigte sich mit der rechtlichen (und der tatsächlichen) Wirkung und Umsetzung von demokratischen Rechten am Arbeitsplatz.
Abstract
Der Luzerner Tag des Stockwerkeigentums unter der Leitung von Professor Dr. iur. Amédéo Wermelinger findet seit 15 Jahren im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Universität Luzern vor weit über 200 Personen statt. Dabei werden Referate rund um das Stockwerkeigentum von kompetenten Fachleuten gehalten, wobei der Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung liegt. Die Tagung vom 25. November 2025 und der damit verbundene Tagungsband bilden Gegenstand des vorliegenden Beitrags.
Abstract
BGer – Mitglieder des Bundesparlaments sind nicht verpflichtet, bereits vor den Neuwahlen im Hinblick auf eine Arbeitslosigkeit im Falle ihrer Nichtwiederwahl eine Arbeitsstelle zu suchen. Das Bundesgericht heisst die Beschwerde einer nicht wiedergewählten Nationalrätin gut, der die Taggelder der Arbeitslosenversicherung wegen mangelnder Bemühungen um eine Arbeitsstelle für 9 Tage gestrichen wurden. (Urteil 8C_22/2025)
Abstract
Das Bundesgericht stellte im Jahr 2020 fest, dass ein zwischen der Aktiengesellschaft Hallenstadion Zürich (AGH) und der Ticketcorner AG abgeschlossener Kooperationsvertrag gegen das Kartellgesetz verstösst. Es hatte den Fall daraufhin zur erneuten Entscheidung an die WEKO zurückgewiesen (BGer, 2C_113/2017 vom 12. Februar 2020). Nun büsst die WEKO die AGH und Ticketcorner.
Abstract
Die Schweiz und Singapur wollen ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der internationalen Kriminalität verstärken. Bundesrat Beat Jans und der singapurische Justizminister Edwin Tong haben am 21. Januar 2026 in Bern einen bilateralen Rechtshilfevertrag in Strafsachen unterzeichnet, nachdem die singapurische Regierung den Vertrag Ende 2025 genehmigt hat. Der Bundesrat hatte den Vertrag bereits am 13. Dezember 2024 genehmigt und die Ermächtigung zur Unterzeichnung erteilt.
Abstract
Die Zusammenstellung beinhaltet alle laufenden Vernehmlassungen der Bundeskanzlei, der Departemente EDA, EDI, EJPD, VBS, EFD, UVEK, WBF und der Parlamentarischen Kommissionen im Januar 2026. Die einzelnen Vernehmlassungen sowie die dazugehörigen Unterlagen können via Links direkt abgerufen werden.
Jusletter