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Liebe Leser*innen

Nach unserer Sommerpause freuen wir uns, wieder spannenden Lesestoff für Sie bereit zu stellen.

Die Abgabe von Substanzen, die unter die Bestimmungen des Bundesgesetzes über Betäubungsmittel (BetmG) fallen, an Patient*innen und Konsument*innen unterliegt strengen, aber auch sehr unterschiedlichen Vorschriften. Welche Kriterien werden in welchen Kantonen für welche Behandlung oder Therapie herangezogen? Der Beitrag Accès aux substances soumises à contrôle (SSC) von Valérie Junod, Carole-Anne Baud, Stéphanie Beuriot, Olivier Simon, Lionel Canosa und Barbara Broers listet diese verschiedenen Zugangswege auf und kritisiert gleichzeitig die daraus resultierende Komplexität.


Der Beitrag Verletzen die «Bilateralen III» Art. 121a Abs. 4 BV? erläutert die anlässlich der öffentlichen Anhörung der Staatspolitischen Kommission des Ständerates vom 27. März 2026 vorgenommene Auslegung, wonach Art. 121a Abs. 4 BV neue Zuwanderungsrechte auch dann untersagt, wenn sie eine zahlenmässig geringfügige Personengruppe betreffen. Stefan G. Schmid setzt sich hier mit der im «Jusletter» vom 18. Mai 2026 veröffentlichten Stellungnahme auseinander, dass es einen Konflikt zwischen dem Änderungsprotokoll zum Freizügigkeitsabkommen mit der Europäischen Union und Art. 121a Abs. 4 BV gibt.


Am 17. Juni 2026 fanden sich in Zürich unter dem Thema «AI für die juristische Praxis & digitale Souveränität in Zeiten globaler Umbrüche» wichtige Player der Legal Tech Szene ein. Selina Häfliger hat einen Tagungsbericht unter dem Titel Künstliche Intelligenz auf dem Prüfstand erstellt. KI ist im juristischen Alltag angekommen. In Kanzleien, Gerichten, Verwaltungen und Rechtsdiensten gewinnt sie dort laufend an Bedeutung. Wie belastbar und leistungsfähig juristische Recherchewerkzeuge inzwischen sind, machte die «AI Legal Research Challenge» sichtbar.


Yquem Zberg hat mit der Untersuchung des Verhältnisses der Philosophie von Ludwig Wittgenstein zu Sprache, Geist und Recht einen Meilenstein gesetzt: Er versteht es, den interessierten Leser*innen die nicht leicht zugängliche Philosophie Wittgensteins im selbstgewählten Kontext näher zu bringen und verständlich zu machen. Herbert Pfortmüller hat das englischsprachige (und bei EIZ Publishing, Zürich erschienene) Buch Wittgenstein and the Law: On Language, Mind and Law gelesen und eine Rezension geschrieben.

Die Jusletter Redaktion und das Team von Weblaw wünschen eine anregende Lektüre.

Stephan Kilian

Wissenschaftliche Beiträge
Valérie Junod
Valérie Junod
Carole-Anne Baud
Carole-Anne Baud
Stéphanie Beuriot
Stéphanie Beuriot
Olivier Simon
Barbara Broers
Lionel Canosa
Abstract

Die Abgabe an Patienten und Konsumenten von Substanzen, die unter die Bestimmungen des Bundesgesetzes über Betäubungsmittel (BetmG) fallen, unterliegt strengen, aber auch sehr unterschiedlichen Vorschriften, die von verschiedenen, nicht immer leicht zu identifizierenden Kriterien abhängen. Der vorliegende Beitrag listet diese verschiedenen Zugriffsmöglichkeiten auf und hinterfragt gleichzeitig die daraus resultierende Komplexität. (xf)

Beiträge
Stefan G. Schmid
Abstract

Im «Jusletter» vom 18. Mai 2026 wandten sich zehn Autorinnen und Autoren in einem gemeinsamen Beitrag gegen Stimmen, die in der laufenden Diskussion über die «Bilateralen III» einen Konflikt zwischen dem Änderungsprotokoll zum Freizügigkeitsabkommen mit der Europäischen Union und Art. 121a Abs. 4 BV geltend machen. Der vorliegende Beitrag zeigt Schwächen in der Argumentation der Autorinnen und Autoren auf und erläutert die anlässlich der öffentlichen Anhörung der Staatspolitischen Kommission des Ständerates vom 27. März 2026 vom Verfasser vorgenommene Auslegung, wonach Art. 121a Abs. 4 BV neue Zuwanderungsrechte auch dann untersagt, wenn sie eine zahlenmässig geringfügige Personengruppe betreffen.

Tagungsberichte
Selina Häfliger
Selina Häfliger
Abstract

Am 17. Juni 2026 fanden sich in Zürich unter dem Thema «AI für die juristische Praxis & digitale Souveränität in Zeiten globaler Umbrüche» wichtige Player der Legal Tech Szene ein. Künstliche Intelligenz ist im juristischen Alltag angekommen. In Kanzleien, Gerichten, Verwaltungen und Rechtsdiensten gewinnt sie dort laufend an Bedeutung. Wie belastbar und leistungsfähig juristische Recherchewerkzeuge inzwischen sind, machte die «AI Legal Research Challenge» sichtbar.

Rezension
Herbert Pfortmüller
Herbert Pfortmüller
Abstract

Yquem Zberg hat mit der Untersuchung des Verhältnisses der Philosophie von Ludwig Wittgenstein zu Sprache, Geist und Recht einen Meilenstein gesetzt: Er versteht es , dem interessierten Leser die nicht leicht zugängliche Philosophie Wittgensteins im selbstgewählten Kontext näher zu bringen und verständlich zu machen.

Aus dem Bundesgericht
Jurius
Abstract

BGer – Das Bundesgericht heisst die Beschwerde einer Frau teilweise gut, die im Mai 2020 in Luzern bei einer unbewilligten Kundgebung vorläufig festgenommen wurde. Die durchgeführte Nacktleibesvisitation und die über Nacht dauernde Inhaftierung der Betroffenen stellten eine erniedrigende Behandlung dar. Das Bundesgericht spricht der Frau eine Genugtuung von CHF 1’000 zu. (Urteil 2C_603/2025)

Jurius
Abstract

BGer – Das Bundesgericht weist die Beschwerden gegen das im Kanton Wallis seit 2025 geltende Verbot zum Verkauf von elektronischen Einwegzigaretten ab. Das kantonale Verbot ist mit Bundesrecht vereinbar und stellt keinen unverhältnismässigen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit dar. (Urteile 2C_264/2025, 2C_290/2025 und 2C_291/2025)

Medienmitteilungen
Jurius
Abstract

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA überführt ein bestehendes Rundschreiben über die Liquiditätsrisiken bei Banken und Wertpapierhäusern in eine neue Verordnung. Sie erfüllt damit die Anforderung zur Stufengerechtigkeit der Regulierung nach Artikel 7 Absatz 1 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes.

Jurius
Abstract

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA veröffentlicht ihre Aufsichtsmitteilung zu Quantum Computing. Darin publiziert sie die Ergebnisse einer Umfrage zu Chancen und Risiken von Quantencomputern und geht auf mögliche Massnahmen zur Mitigierung des Cyberrisikos durch leistungsfähige Quantencomputer ein.

Jurius
Abstract

Die Schweiz und Österreich haben am 30. Juli 2026 in Wien ein Protokoll zur Änderung des Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (DBA) unterzeichnet. Das Protokoll setzt die abkommensbezogenen Mindeststandards in Sachen Doppelbesteuerung um und passt das DBA punktuell an die seit der letzten Revision mit dem Änderungsprotokoll von 2009 gewandelten Bedürfnissen der Vertragsstaaten an.

Gesetzgebungsübersicht
Jurius
Abstract

Die vorliegende Zusammenstellung beinhaltet alle schweizerischen Bundesgesetze, Bundesbeschlüsse, Bundesrats- und Departementsverordnungen sowie einzelne Artikel, die im August 2026 in Kraft treten. Die einzelnen Erlasse und Änderungen können via Links direkt abgerufen werden.