Sehr geehrte Leserinnen und Leser
Am 25. September 2020 hat das Parlament das totalrevidierte Bundesgesetz über den Datenschutz angenommen. Das neue Datenschutzgesetz soll dem technologischen Fortschritt Rechnung tragen, den Schutz persönlicher Daten von natürlichen Personen stärken und auf das Niveau der EU bringen. Diese Jusletter-Ausgabe widmet sich dem Datenschutz und den Neuerungen, die voraussichtlich im Jahr 2022 in Kraft treten sollen.
Adrian Bieri und Julian Powell geben eine konzise Darstellung über die wesentlichen Änderungen des revidierten Datenschutzgesetzes und ermöglichen anhand von konkreten Beispielen aus dem Unternehmensalltag einen übersichtlichen Einstieg in die Materie.
Die Ausführungen von David Rosenthal basieren auf einer vertieften Analyse des revidierten Datenschutzgesetzes, welche die bisherige Lehre und Praxis, auch zur EU-Datenschutz-Grundverordnung berücksichtigt. Die relevanten Änderungen für die Privatwirtschaft werden im Detail erläutert und die wichtigsten Fragen für die Praxis beantwortet.
Wie steht es mit dem Datenschutz im Zusammenhang mit den eingesetzten Contact-Tracing-Apps und den damit verarbeiteten, teilweise gesundheitsbezogenen Daten? Jutta Sonja Oberlin und Rainer Kessler analysieren dieses Thema basierend auf dem revidierten Datenschutzgesetz, insbesondere auch aus technischer Sicht.
Die Nutzung von Social Media und Social Messaging bei der Arbeit ist weit verbreitet. Im institutionellen Kontext und besonders im Spital, wo sensitive Daten betroffen sind, muss der Gebrauch solcher Tools auf klaren Richtlinien basieren. Christophe Schneble, Andrea Martani, David Shaw und Bernice Elger geben die Erkenntnisse aus Interviews von kantonalen Datenschutzbeauftragten und Spitaljurist*innen wieder, um aufzuzeigen, wie der Einsatz solcher Instrumente aus ethischer und rechtlicher Sicht gerechtfertigt werden kann.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und einen guten Start in die Woche.
Daphne Röösli
Produktmanagerin Jusletter
In eigener Sache: Am 25. November 2020 um 10.00 Uhr findet das Webinar@Weblaw: «Das neue Datenschutzgesetz: Ausgewählte Themen für die Praxis» statt. Bei Neuabschluss eines Jahresabonnements Jusletter oder Jusletter IT ist die Teilnahme kostenlos.
Abstract
Am 25. September 2020 haben National- und Ständerat das totalrevidierte Bundesgesetz über den Datenschutz («nDSG») angenommen. Die Inkraftsetzung ist zwar erst im Jahr 2022 zu erwarten. Unternehmen sind jedoch gut beraten, die erforderlichen Anpassungen frühzeitig anzugehen. Der vorliegende Beitrag soll eine konzise Darstellung der wesentlichen Neuerungen des neuen Datenschutzgesetzes liefern und anhand von konkreten Beispielen aus dem Unternehmensalltag einen möglichst übersichtlichen Einstieg in die Materie ermöglichen. Eine Checkliste zum Schluss verschafft einen Überblick der wichtigsten Umsetzungsmassnahmen.
Abstract
Am 25. September 2020 hat das Parlament das neue Datenschutzgesetz (DSG) verabschiedet. Es soll den Schweizer Datenschutz auf das Niveau der EU bringen. Nichtsdestotrotz weicht das revidierte DSG in manchen Punkten von der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ab und geht an einigen Stellen sogar darüber hinaus. Dieser Beitrag erläutert und kommentiert die für die Privatwirtschaft relevanten Änderungen des DSG im Detail, beantwortet die wichtigsten Fragen und erklärt, was sie für die Praxis bedeuten.
Abstract
Gesundheitsdaten werden in 2020 von diversen Staaten zur «Geheimwaffe» gegen das Covid-19-Virus erklärt. Vor allem in den demokratischen Ländern entfachte im April 2020 eine emotionale Diskussion: Im Mittelpunkt stehen bis heute die verschiedenen Versionen der Contact-Tracing-Apps. Keine Frage ist die Eindämmung des Covid-19 ein überaus wichtiges Ziel, für dessen Erreichung auch technische Hilfsmittel begrüsst werden. Wie steht es jedoch mit dem Datenschutz im Zusammenhang mit den eingesetzten technischen Hilfsmitteln und den damit verarbeiteten, teilweise gesundheitsbezogenen Daten? Vorliegender Artikel bringt ein gewisses Mass an Licht in diese Thematik.
Abstract
Social-Messaging hat unser Kommunikationsverhalten stark geprägt. Kaum jemand nutzt heute diese Kommunikationsform nicht, sei es aufgrund der Einfachheit oder der Möglichkeit zur schnellen Interaktion. Besonders im Spital wo sensitive Daten betroffen sind, ist der Gebrauch solcher Tools sorgfältig zu planen oder soll auf klaren Richtlinien basieren. Dieser Beitrag beleuchtet einerseits den rechtlichen Kontext und gibt anderseits die Erkenntnisse aus unserer qualitativen Befragung von kantonalen Datenschutzbeauftragten und SpitaljuristInnen wieder, um schliesslich die ethischen Aspekte herauszuarbeiten und Best Practices zu formulieren.
Abstract
BGer – Das Bundesgericht hat seine Rechtsprechung im Streit um den Anfangsmietzins geändert. Künftig ist das investierte Eigenkapital in vollem Umfang der Teuerung anzupassen. (Urteil 4A_554/2019)
Abstract
BGer – Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Russen gegen ein Urteil des St. Galler Kantonsgerichts abgelehnt. Der 47-Jährige muss wegen vorsätzlicher Tötung seiner Ehefrau für 12 Jahre ins Gefängnis. (Urteil 6B_187/2020)
Abstract
BVGer – Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat bei der Aufhebung von vorläufigen Aufnahmen das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten. Zu diesem Schluss ist das Bundesverwaltungsgericht in einem Grundsatzurteil gelangt. (Urteil E-3822/2019)
Abstract
Der Prozess gegen einen liberianischen Staatsangehörigen wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen, welche er mutmasslich während des ersten Bürgerkriegs in Liberia begangen hatte, wurde vertagt.
Abstract
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 das revidierte Versicherungsvertragsgesetz per 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt. Das Gesetz regelt die Beziehungen zwischen Versicherungen und ihren Kundinnen und Kunden.
Abstract
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 das totalrevidierte Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz per 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt und die Verordnungen über den Bevölkerungsschutz und über den Zivilschutz verabschiedet. Die Totalrevision stärkt die Führung, die Koordination und die Einsatzfähigkeit des Bevölkerungsschutzes im Krisenfall. Für den Zivilschutz bringt sie insbesondere eine Reduktion der Dienstpflicht und eine Flexibilisierung des Dienstleistungssystems.
Abstract
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 beschlossen, dass die Arbeitgeber für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge wieder die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven verwenden dürfen. Er hat die entsprechende Verordnungsänderung verabschiedet. Die Regelung tritt am 12. November 2020 in Kraft und ist befristet auf den 31. Dezember 2021.
Abstract
Die Übergangsmassnahmen zugunsten der Printmedien im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden vorerst bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Ausserdem übernimmt der Bund für weitere Monate die Kosten der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die den elektronischen Medien in Rechnung gestellt werden. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 entschieden. Damit profitieren die abonnierten Tages- und Wochenzeitungen sowie elektronische Medien mit einem Abonnement von Keystone-SDA weiterhin von einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung.
Abstract
Der Bundesrat hat am 11. November 2020 das landwirtschaftliche Verordnungspaket verabschiedet. Die vorgeschlagenen Änderungen betreffen insbesondere das Widerrufverfahren bei Pflanzenschutzmitteln, die Umsetzung von Projekten zur regionalen Entwicklung und die Gewährung von Finanzhilfen für Strukturverbesserungsmassnahmen. Insgesamt werden 20 Verordnungen geändert.
Abstract
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 das Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung finanzieller Sanktionen per 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt.
Abstract
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 die Änderung der Verordnung über den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen (AIAV) gutgeheissen und zusammen mit der Änderung des Bundesgesetzes über den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen (AIAG) auf den 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt.
Abstract
Einheitliche Begriffe, ein neuer Konsultationsmechanismus, klare Zuständigkeiten: Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 die Verordnung zum Bundesgesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) angepasst.
Abstract
Die Zusammenstellung beinhaltet alle laufenden Vernehmlassungen der Bundeskanzlei, der Departemente EDA, EDI, EJPD, VBS, EFD, UVEK, WBF und der Parlamentarischen Kommissionen im November 2020. Die einzelnen Vernehmlassungen sowie die dazugehörigen Unterlagen können via Links direkt abgerufen werden.
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