Liebe Leserinnen und Leser
 
Dies ist die neue Schwerpunkt-Ausgabe von Jusletter, die speziell dem Gesundheitsrecht gewidmet ist. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut de droit de la santé (IDS) Neuenburg und Prof. Dr. Thomas Gächter, Universität Zürich, vorbereitet und zusammengestellt.
 
Bevor wir zum Inhalt der Ausgabe gelangen, erlaube ich mir ein paar Hinweise: Die Mehrzahl der Beiträge, die im Jahr 2012 in Jusletter zum Thema Gesundheitsrecht veröffentlicht wurden, werden demnächst in gedruckter Form zur Verfügung stehen. Gerne können Sie die Schweizerische Zeitschrift für Gesundheitsrecht (SZG) 2013bereits jetzt bei der Weblaw AG bestellen.
 
Zudem bietet das IDS umfassende Weiterbildungen in Form von MAS/DAS/CAS zum Gesundheitsrecht. Eine Anmeldung ist noch möglich!
 
Auch diese Schwerpunkt-Ausgabe von Jusletter enthält eine Reihe von Beiträgen zu wichtigen Themen rund um das Gesundheitsrecht.
 
Zu Beginn erweist uns Prof. Dr. Jörg Paul Müller mit einem Gutachten zur Beurteilung somatoformer Schmerzstörungen die Ehre. Er kritisiert die Rechtsprechung des Bundesgerichts hierzu, welche in ihrer Komplexität zu Missverständnissen führt.
 
Prof. Dr. Andrea Büchler und Dr. Birgit Christensen greifen einen Fall aus der englischen Rechtsprechung auf, der für Aufsehen sorgte: Ist es rechtlich und ethisch vertretbar, ein «siamesisches» Zwillingspaar zu trennen?
Fehlerhaft hergestellten therapeutischen Produkten widmet sich Anaïc Cordoba. Er macht sich Gedanken über die strafrechtlichen Konsequenzen für den Hersteller.
 
Dr. Dania Tremp berichtet über die stationären Spitaltarife 2012. Auch wenn im Gesetz anscheinend eine einfache Lösung existiert, präsentiert sich die Realität anders: Die Kantone müssen mit den Tarifen bzw. Preisen jonglieren, oft nur kurzfristig, manchmal aber auch über einen längeren Zeitraum.
 
Über die Totalrevision des Bundesgesetzes über die gebrannten Wasser (Alkoholgesetz) aus dem Jahre 1932 denkt PD Dr. Michael Beusch nach. Insbesondere wirft er einen Blick auf die Besteuerung von Spirituosen, welche bisher u.a. zur Mitfinanzierung der AHV diente.
 
Matthias Pfau betrachtet eingehend die Voraussetzungen zur Prüfung der Befähigung älterer Menschen zum Führen eines Fahrzeuges sowie deren rechtliche Konsequenzen.
 
Wir freuen uns zudem, Dr. Franziska Sprecher und PD Dr. Patricia M. Schiess Rütimann begrüssen zu dürfen, die uns einen Tagungsbericht des jährlich stattfindenden Symposiums der Privaten Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) zu Themen rund um die Herausforderungen im Alter bieten.
 
Zu guter Letzt rezensiert Prof. Dr. Ulrich Meyer die Arbeit von Hoffmann-Richter / Jeger / Schmidt mit dem Titel «Das Handwerk Ärztlicher Begutachtung, Theorie, Methodik und Praxis».
 
Wie gewohnt finden Sie in dieser Schwerpunkt-Ausgabe natürlich auch die Bibliografie der jüngsten Publikationen im Gesundheitsrecht, die erneut mehr als hundert schweizerische und ausländische Zeitschriften sowie die wichtigsten Entscheidungen auf dem Gebiet des Gesundheitsrechts und den damit verwandten Themen umfasst.
 
Sie, liebe Leserinnen und Leser, sehen einmal mehr anhand dieser kurzen einleitenden Worte, wie spannend, abwechslungsreich und aktuell das Themenfeld Gesundheitsrecht ist.
 
Zum Abschluss dieses Editorials wünschen wir Ihnen noch ein erfolgreiches Jahr 2013, viel Gelassenheit… und gute Gesundheit!
 
 
Jean Perrenoud
Institut de droit de la santé, 
Université de Neuchâtel

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