| Simone Kaiser | Sandrine Lachat |
| RA, Stv. Verlagsleiterin Leiterin Jusletter | lic.iur, DESS Crim. Leiterin Jusletter Suisse Romande |
Abstract
Der Artikel fasst die Entscheide aller Schweizer Gerichte zwischen 2008 und März 2013 hinsichtlich des am 11. April 1980 in Wien abgeschlossenen Übereinkommens der Vereinigten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (die «CISG») zusammen. Es werden alle Rechtsfragen in Zusammenhang mit der CISG besprochen, die in diesen Entscheiden aufgeworfen sind, mit Ausnahme von Rechtsfragen, über die keine eigentlichen Kontroversen bestehen.
Abstract
Der Bundesrat will mit einer Revision des Strafgesetzbuches die Rechtsgrundlagen zur Bekämpfung der Korruption ausbauen. Dabei soll unter anderem die Privatbestechung als Offizialdelikt ausgestaltet und auch dann geahndet werden, wenn sie nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führt. Dazu hat er am 15. Mai 2013 die entsprechende Änderung des Strafgesetzbuches zusammen mit einem erläuternden Bericht in die Vernehmlassung geschickt, die bis 5. September 2013 dauert. Die geplante Revision soll kritisch durchleuchtet werden.
Abstract
Wird die Arbeit des Richters, der im Rahmen einer familienrechtlichen Streitigkeit unter Berücksichtigung des höheren Interesses des Kindes eine Entscheidung treffen muss, durch die Anhörung des Kindes – wie vom internationalen und nationalen Recht gefordert – erleichtert oder erschwert? Der Beitrag versucht, dieser Frage nachzugehen. Dazu wird die Erwartung von Gesetzgeber und Rechtsprechung an den Richter im Bereich der Kindesanhörung mit der praktischen Erfahrung der Richter in der französischsprachigen Schweiz verglichen. (bk)
Abstract
Fussnoten gehören zum vertrauten Erscheinungsbild eines wissenschaftlichen Textes. Zugleich führen (insbesondere viele) Fussnoten immer wieder zu Kontroversen im Fachdiskurs. Die Polemik ist dabei fast schon so alt wie die Fussnote selbst. Am Extrembeispiel von «Fussnoten ohne zugehörigen Haupttext» zeichnet der Essay – unter besonderer Berücksichtigung des juristischen Diskurses – einzelne Stadien im Streit um die «Legalität» der Fussnote nach.
Abstract
BGer – Das Bundesgericht hat ein vorteilhaftes Urteil für Teilzeitbeschäftigte gefällt: Ob die geleisteten Arbeitsstunden auch für einen Versicherungsschutz bei Freizeitunfällen ausreichen, darf laut Gericht nicht einfach anhand des Jahresdurchschnitts ermittelt werden. (Urteil 8C_859/2012)
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BGer – Das Bundesgericht wies das dritte Ausstandsbegehren von Erwin Sperisen gegen den Staatsanwalt Yves Bertossa ab. Seit ca. einem Jahr in Untersuchungshaft, macht der frühere Polizeichef von Guatemala immer wieder Zweifel an der Unparteilichkeit des Staatsanwaltes geltend. (Urteil 1B_205/2013) (sk)
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BGer – Die Erhöhung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) per 2009 ist rechtens. Das Bundesgericht hat der Eidgenössischen Zollverwaltung Recht gegeben und dem Bundesverwaltungsgericht widersprochen. Der Nutzfahrzeugverband ASTAG ist enttäuscht. (Urteil 2C_1163/2012)
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BGer – Die Fluggesellschaft Swiss muss die Massnahmen zum Schutz gegen verbotene Gegenstände und unbefugte Personen an Bord ihrer Flugzeuge verbessern. Das Bundesgericht hat eine Verfügung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) bestätigt. (Urteil 2C_950/2012)
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BGer – Bis vor Bundesgericht haben eine Schülerin und ihre Eltern gegen eineinhalb Stunden Nachsitzen gekämpft, die der 14-Jährigen 2011 für eine Disziplinlosigkeit auferlegt wurden. Ihre letzte erfolglose Beschwerde kostet die Familie 2'000 Franken an Gerichtsgebühren. (Urteil 2D_15/2013)
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BStGer – Wo ein Straftatbestand oder eine Prozessvoraussetzung nach Schweizer Recht eindeutig nicht erfüllt ist und daher keine Strafuntersuchung gegen die betroffene Person eröffnet werden kann (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO), dürfen weder Beweismittel noch Informationen gestützt auf Art. 67a IRSG an ausländische Behörden herausgegeben werden. (Urteil RR.2012.311)
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BStGer – Das Bundesstrafgericht hat einem Teilnehmer einer Veranstaltung, die im Dezember 2011 vor der Botschaft der Republik Kongo in Bern abgehalten wurde teilweise Recht gegeben. Es hob dessen Verurteilung wegen Sachbeschädigung auf, bestätigte aber den Hausfriedensbruch. (Urteil SK.2013.13) (sk)
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Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Verordnung über den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds (SEFV) für Neuauflagen eröffnet. Die wesentlichen Eckwerte dieser Revision hatte er bereits vor einer Woche festgelegt. Mit der Revision will der Bundesrat sicherstellen, dass die finanziellen Mittel für die Stilllegung der Kernkraftwerke und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle von den Betreibern der Kernanlagen zeitgerecht bereitgestellt werden. Die Vernehmlassung dauert bis zum 22. November 2013. Die revidierte Verordnung wird frühestens per Mitte 2014 in Kraft treten.
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